Allgemein‑, Visze­ral­chir­urgie, minimal-invasive Chirurgie

Herzlich Willkommen

Wir freuen uns über Ihr Interesse an unserer Abteilung und möchten Sie ausführlich über das medizi­nische Spektrum, die Behand­lungs­ab­läufe, die Sprech­stun­den­termine und das ärztliche Team informieren.

Die Abteilung für Allgemein‑, Viszeral- und Minimal-invasive Chirurgie unter der Leitung von Chefarzt Dr. med. Lars Brinkmann behandelt neben der klassi­schen Allge­mein­chir­urgie (u.a. Operation der Gallen­blase, Blind­darm­ent­fernung, etc.) ein breites Spektrum chirur­gi­scher Krank­heits­bilder. Besondere Schwer­punkte bilden hierbei die Versorgung von Bauch­de­cken­brüchen (sogenannte Hernien, u.a.
die Leisten­hernie, Narben­hernie, Zwerch­fell­hernie, etc.), die Tumor­chir­urgie (gut- und bösartige Tumore des Magen-Darm-Traktes), die endokrine Chirurgie (u.a. die Schild­drü­sen­chir­urgie) und die Prokto­logie (Hämor­rhoiden, Analfisteln etc.). Einen heraus­ra­genden Stellenwert nimmt die sogenannte Adipo­sitas-Chirurgie (Metabo­lische Chirurgie) ein, die seit vielen Jahren an der Klinik durch­ge­führt wird.

Die Behandlung der Patien­tinnen und Patienten erfolgt in enger Koope­ration mit den einzelnen Fachab­tei­lungen der Klinik (z.B. der Gastroenterologie/Endoskopie, Geriatrie etc.) aber auch mit Ernäh­rungs­be­ratern, Psycho-Onkologen und Physio­the­ra­peuten. Modernste Opera­ti­ons­ver­fahren kommen zum Einsatz (u.a. Laser-Anwendung, Minimal-Invasive Verfahren etc.). Die laparo­sko­pische Chirurgie (sogenannte Schlüs­selloch- Chirurgie) hat in unserem Krankenhaus eine besondere Bedeutung. So werden fast alle Eingriffe am Magen, Darm und der Gallen­blase aber auch Brüche der Bauchwand und Tumor­er­kran­kungen mit dieser für die Patienten wenig belas­tenden Technik durchgeführt.

Die Zentrale Notauf­nahme steht 24 Stunden für Notfälle zur Verfügung.

Unsere Patien­tinnen und Patienten werden bei uns stets persönlich, indivi­duell und ausführlich, u.a. in den täglichen Indika­ti­ons­sprech­stunden für prästa­tionäre Leistungen beraten, um so den besten Weg der Behandlung zu finden. Bitte zögern Sie nicht, sich bei Fragen oder Unklar­heiten direkt mit uns in Verbindung zu setzen.

Bauch­station

Hausmann Brinkmann quer

An unserer Klinik haben sich die Spezia­listen der Allge­mein­chir­urgie (Leitung Dr. Lars Brinkmann) und Gastro­en­te­ro­logie (Leitung Priv.-Doz. Dr. Johannes Hausmann) eng mitein­ander vernetzt. Beide Abtei­lungen arbeiten Hand in Hand und behandeln ihre Patienten gemeinsam auf der „Bauch­station“ Louise B.

Schwer­punkte und zerti­fi­zierte Zentren

Minimal­in­vasive OP-Techniken

  • Gallen­bla­sen­ent­fernung
  • Blind­darm­ent­fernung
  • Leisten­bruch­ver­sorgung
  • Dickdarm­ent­fernung, gut- und bösartige Erkrankungen
  • Fundo­pli­kation bei Refluxerkrankung

Leisten­bruch­ver­sorgung

  • TAPP, minimal­in­vasiv mit Netzimplantation
  • Lichten­stein-OP, konven­tionell mit Netzimplantation
  • Shouldice-OP, konven­tionell ohne Netzimplantation

Narben­bruch­ver­sorgung

  • IPOM, konven­tionell und minimalinvasiv

Schild­drü­sen­chir­urgie mit Neuromonitoring

Visze­ral­chir­urgie

  • Kolon- und Rektum­re­sektion, überwiegend minimalinvasiv
  • Magen­re­sektion
  • Erwei­terte Tumor­chir­urgie (Multi­vis­ze­ral­re­sektion)
  • Leber­teil­re­sektion

Kolopr­ok­to­logie

  • Hämor­rhoiden
  • Analfis­suren
  • Analfis­tel­ver­schluss
  • Inkon­tinenz- und Prolapschirurgie
  • Trans­anale Tumor­ab­tragung (TEM)
  • Becken­bo­den­re­kon­struktion (STARR)

Operative Behandlung der krank­haften Adipositas

  • Magen-Bypass
  • Schlauch­magen
  • Mini-Bypass (Omega-Loop)

Herzschritt­ma­cher­im­plan­tation

  • Ein- und Zwei-Kammersysteme
  • Defibril­la­toren (AICD)

Weich­teil­chir­urgie

  • Hautge­schwülste
  • Defekt­de­ckungen chroni­scher Wunden
  • Zirkum­zision
  • Hydrozele, Sperma­tozele

Stoma­kor­rek­turen

  • Parastomale Hernien-Versorgung, minimalinvasiv
  • Korrektur von narbigen Einziehungen

Beson­der­heiten:

  • Multi­modale Thera­pie­an­sätze bei Krebs­er­kran­kungen nach Leitlinien
  • der Fachge­sell­schaften
  • Tumor­kon­ferenz wöchentlich
  • Organ­be­zogene Sprechstunden
  • Koope­ration mit Selbsthilfegruppen
  • Partner des Konti­nenz­zen­trums Hanau

Adipo­sitas-Chirurgie – auch baria­trische Chirurgie genannt – ist ein Teilgebiet der Chirurgie, welches sich mit Eingriffen befasst, die eine Reduktion des Körper­ge­wichtes erleichtern sollen.

Das St. Vinzenz-Krankenhaus bietet seit vielen Jahren stark überge­wich­tigen Patienten die Möglichkeit sich über operative Maßnahmen zu infor­mieren. Wir unter­stützen unsere Patienten vom Erstkontakt bis zur Operation und bieten eine lebens­lange Nachsorge.

Unter Hernien (griechisch „hernόs = Knospe“) versteht man Gewebe­lücken, die im Bereich der gesamten Bauch­decke auftreten können (u.a. Leisten­hernie, Nabel­hernie, Narben­hernie, Oberbauch­hernie etc.). Aber auch in der Bauch­höhle selber, z.B. am Zwerchfell, kann es zu solchen Lücken kommen (sog. Zwerch­fell­bruch). Hernien sind eines der häufigsten Krank­heits­bilder weltweit. Alleine in Deutschland werden jährlich ca. 350.000 Hernien operiert.

In unserer Abteilung für Allgemein‑, Viszeral- und Minimal-invasive Chirurgie werden im Jahr ca. 400 Hernien (Leisten­hernien, Nabel­hernien, Narben­hernien, Zwerfell­hernien etc.) operativ versorgt. Die Eingriffe erfolgen mit Hilfe der modernsten Opera­ti­ons­me­thoden so schonend wie möglich. Häufig kommt dabei die sogenannte Schlüs­sel­loch­technik (Minimal- invasive Chirurgie) zum Einsatz. Neben bewährter Naht- Techniken werden nicht selten moderne Kunst­stoff­netze verwendet.

Die Vorbe­reitung zur Operation erfolgt in der Regel ambulant. Auch können viele Eingriffe selber heutzutage ambulant durch­ge­führt werden. Selbst bei größeren Opera­tionen beträgt der Kranken­haus­auf­enthalt nur wenige Tage.

Unserer Klinik ist mit dem DHG-Siegel für quali­täts­ge­si­cherte Hernien-Chirurgie ausgezeichnet.

Die Kolopr­ok­to­logie des St. Vinzenz-Krankenhaus bietet die Diagnostik und konser­vative sowie operative Behandlung von Dick- und Enddarmerkrankungen.

Dickdarm und Mastdarm:

  • Darmspie­gelung zur Vorsorge (bei Beschwerden)
  • Dickdarm­teil­ent­fernung bei Dick- und Mastdarm­krebs, wenn möglich laparo­sko­pisch (minimal­in­vasiv)
  • stationäre konser­vative Therapie der Sigmadivertikulitis
  • Operation bei Sigma­di­ver­ti­ku­litis (laparo­sko­pisch)
  • Behandlung von Patienten mit chronisch entzünd­lichen Darmer­kran­kungen (Colitis ulzerosa, Morbus Crohn)

Enddarm:

  • Operation von Abszessen im Enddarmbereich
  • Operation von Fisteln im Enddarm­be­reich, u.a. mit Laser (FiLaC°)
  • Operation von Hämor­rhoiden, alle Verfahren incl. Laser-Hämorrhoidoplastie
  • Operation von Steiß­bein­abs­zessen und Steiß­bein­fisteln, alle Verfahren, incl. Limberg-Plastik und Pit Picking in Verbindung mit Laser
  • operative Therapie von Analfis­suren (schmerz­hafter Einriß am After)
  • Behandlung von Krebs­er­kran­kungen im Enddarmbereich
  • Inkon­ti­nenz­be­handlung, u.a. mit der Biofeedback-Methode
  • Prolaps­chir­urgie (STARR und Darmteilresektion)
  • Trans­anale Tumor­ab­tragung (TEM = trans­anale endosko­pisch Mikrochirurgie)

Dies geschieht in inten­siver Zusam­men­arbeit mit Urologen, Gynäko­logen und Gastro­en­te­ro­logen. Bei bösar­tigen Tumor­er­kran­kungen findet regel­mäßig eine inter­dis­zi­plinäre Tumor­kon­ferenz statt. Hier wird von verschie­densten Fachrich­tungen die Behand­lungs­stra­tegie festgelegt.

Unsere kolopr­ok­to­lo­gische Indika­ti­ons­sprech­stunde findet nach telefo­ni­scher Verein­barung statt: montags 12:00 bis 15:00 Uhr – Oberarzt Dr. med. Markus Sütterlin.
Die Termin­ver­ein­barung erfolgt nach entspre­chender Zuweisung durch den Hausarzt oder einen Facharzt. Bitte beachten Sie, dass der Hausarzt der erste Ansprech­partner ist und ihm die weitere Vorge­hens­weise obliegt.

Privat­sprech­stunde Chefarzt Dr. med. Lars Brinkmann – nach Vereinbarung.

Mit zuneh­mendem Alter leiden viele Männer und Frauen unter Problemen von sogenannter Harn- und Stuhl­in­kon­tinenz (= unwill­kür­licher Verlust der Blasen- und Darmfunktion). Aber auch das gegen­teilige Phänomen, die „chronische Verstopfung“ ist ein weiteres häufig anzutref­fendes Problem. Beide Themen sind mit einem Tabu belegt, daher scheuen sich Patienten Hilfe zu diesen Themen zu suchen und in Anspruch zu nehmen. Das Konti­nenz­zentrum Hanau ist eine Einrichtung, die sich fachüber­greifend mit Inkon­ti­nenz­pro­blemen und mit chroni­schen Darment­lee­rungs­stö­rungen befasst und als Anlauf­stelle für Diagnostik und Behandlung dient. Die vielfäl­tigen Ursachen und Behand­lungs­me­thoden machen eine fachüber­grei­fende Zusam­men­arbeit notwendig. So beschäf­tigen sich Chirurgen, Frauen­ärzte, Urologen und Neuro­logen mit diesem Thema. Auch die physio­the­ra­peu­ti­schen Übungs­be­hand­lungen und verhal­tens­the­ra­peu­ti­schen Behand­lungs­an­sätze haben neben den opera­tiven Methoden eine große Bedeutung, um die beste auf jeden Patienten zugeschnittene Therapie zu finden. Durch eine Vernetzung aller Diszi­plinen wird eine ganzheit­liche Behandlung sichergestellt.

Besprechen Sie sich mit Ihrem Fach- oder Hausarzt über die Vorge­hens­weise. Er wird Ihre Probleme beurteilen und Sie je nach Problemlage an die angege­benen Ansprech­partner überweisen:

St. Vinzenz-Krankenhaus Hanau

Abteilung für Allgemein‑, Viszeral- und Minimal-invasive Chirurgie
Chefarzt Dr. med. Lars Brinkmann

Termine nach Verein­barung
Sekre­tariat:
Telefon: 06181 / 272–331
Telefax: 06181 / 272–631
E‑mail: sek.ch@vinzenz-hanau.de

Leistungs­an­gebote:

  • Diagnostik und Behandlung von Senkungs- , Inkon­tinenz- und „Stuhl­ent­lee­rungs­pro­blemen“ bei Männern und Frauen
  • Colopr­ok­to­lo­gische Diagnostik
  • Rectaler Ultra­schall
  • Dynamische Defäko­graphie
  • Beratung über konser­vative, medika­mentöse und moderne minimal invasive operative Behand­lungs­mög­lich­keiten (z.B. S.T.A.R.R. = stapeld transanal rectum resection bei obstruk­tivem Defäkations-Syndrom)

Abteilung für Gynäko­logie und Geburts­hilfe
Chefarzt Prof. Dr. med. Georg-Friedrich von Tempelhoff

Sprech­stunde Urogy­nä­ko­logie
Oberarzt Thomas Lademann
Mittwoch 10:00 – 12:00 Uhr (Urody­namik)
Mittwoch 14:00 – 16:00 Uhr (Beratung)

Anmeldung über das gynäko­lo­gische Sekre­tariat
Telefon: 06181 / 272 – 371
Telefax: 06181 / 272 – 632
E‑mail: gynaekologie@vinzenz-hanau.de

Leistungs­an­gebote:

  • Diagnostik und Behandlung der Senkungs-und Inkon­ti­nenz­pro­bleme von Frauen
  • Urody­na­mi­scher Messplatz
  • Ultra­schall­dia­gnostik des Beckenbodens
  • Beratung über konser­vative und medika­mentöse Behand­lungs­mög­lich­keiten, Übungs­be­handlung wie ganzheit­liches Becken­bo­den­training, moderne Eingriffe mit den minimal invasiven Band- und Netztech­niken TVT exact („Tension Free Vaginal Tape“) und deren Abwand­lungen wie TVT‑O Abbrevo

Urolo­gische Praxis­ge­mein­schaft
Dres. med. Kiani und Rech

Am Frank­furter Tor 19
63450 Hanau
Telefon: 06181 / 507 00 – 10

PhysioMed am St. Vinzenz-Krankenhaus Hanau

Am Frank­furter Tor 25
63450 Hanau
Telefon: 06181 / 272–430

Leistungs­an­gebote:

  • Becken­bo­den­training – regel­mäßige Kurse

Jährlich erkranken ca. 500.000 Menschen in Deutschland neu an einer Krebs­er­krankung. Die Diagnose „Krebs“ ist dabei für viele Betroffene und ihre Angehö­rigen zunächst nieder­schmet­ternd. Doch nicht immer ist eine Krebs­er­krankung lebensbedrohlich.

Frühzeitig erkannt, lassen sich bestimmte bösartige Tumore sogar vollständig besei­tigen. Durch moderne Thera­pie­kon­zepte und Medika­mente haben sich die Behand­lungs­mög­lich­keiten in den letzten Jahren deutlich verbessert. Nicht zuletzt hat die intensive Zusam­men­arbeit von Experten unter­schied­licher Fachbe­reiche dazu beigetragen, dass die Prognose vieler bösar­tiger Erkran­kungen heute wesentlich günstiger ist als noch vor zehn Jahren. Einen wesent­lichen Beitrag hierzu hat auch die bessere Vorsorge geleistet, die bei der Bekämpfung der Krebs­er­krankung einen wesent­lichen Stellenwert einge­nommen hat.

Dennoch kommt es in Deutschland weiterhin, z.B. beim Darmkrebs, zu ca. 70.000 Neuerkran­kungen. Damit ist der Darmkrebs die zweit­häu­figste Krebs­er­krankung. Obwohl die Sterb­lichkeit seit Mitte der 70er-Jahre konti­nu­ierlich abgenommen hat, ist Darmkrebs weiterhin die zweit­häu­figste krebs­be­dingte Todes­ur­sache hierzulande.

Am St. Vinzenz-Krankenhaus in Hanau erfolgt die Behandlung von Krebs­pa­ti­enten inter­dis­zi­plinär nach modernsten Quali­täts­kri­terien und Behand­lungs­pfaden gemäß den Leitli­ni­en­emp­feh­lungen der Deutschen Krebs­ge­sell­schaft (DKG). Hierbei steht der Mensch gemäß unseres Leitbilds des hl. Vinzenz von Paul „Liebe sei Tat“ im
Mittel­punkt jeglichen medizi­ni­schen Handelns.

Unsere spezia­li­sierten Fachärzte koope­rieren eng mitein­ander, um die schnellst­mög­liche und beste Therapie für die Patienten zu gewähr­leisten. Durch die enge Zusam­men­arbeit und die kurzen Wege im St. Vinzenz-Krankenhaus wird jeder Patient indivi­duell und persönlich im Rahmen der Behandlung begleitet. Die intensive Zusam­men­arbeit erfolgt nicht nur zwischen Ärzten sondern auch mit dem
Pflege­per­sonal, Ernäh­rungs­be­ratern, Physio­the­ra­peuten, einem psycho­lo­gisch-onkolo­gi­schen Dienst, Stoma­the­ra­peuten und vielen weiteren Mitar­beitern im Hause. Das geschieht auf der Ebene der Vorsorge, der Prävention, der Diagnostik sowie der Therapie und Nachsorge.

Neben den Fachab­tei­lungen der Klinik sind zahlreiche externe Koope­ra­ti­ons­partner in die Behandlung von Krebs­pa­ti­enten angeschlossen.

Prävention und Vorsorge

Die beste Behandlung ist bekanntlich die Vorbeugung. Durch eine gesunde Lebens­weise mit regel­mä­ßiger körper­licher Aktivität und gesunder vitamin­reicher Ernährung kann das Risiko, an Krebs zu erkranken – insbe­sondere Darmkrebs – deutlich gesenkt werden. In den meisten Fällen entwi­ckelt sich Krebs im Magen-Darm-Trakt in zunächst gutar­tigen Vorstufen, die erst nach Jahren in einen bösar­tigen Tumor übergehen. Durch bestimmte Unter­su­chungen, z.B. Stuhltest (Haemo­culttest) kann der mögliche Nachweis von Blut bereits ein indirekter Hinweis auf eine Krebs­er­krankung sein. Als eine der wirkungs­vollsten Vorsor­ge­un­ter­su­chungen hat sich die Magen- bzw. Darmspie­gelung etabliert um ggf. solche Vorstufen von Krebs zu erkennen und auch behandeln zu können. Nicht selten können bereits Vorstufen von Krebs durch eine sogenannte Endoskopie (Darmspie­gelung) vollständig entfernt werden.

Diagnostik

Die primäre Diagnostik der meisten Tumore im Magen-Darmtrakt erfolgt über eine sogenannte Magen- oder Darmspie­gelung, die nicht nur in einer Klinik sondern auch bei nieder­ge­las­senen Fachärzten (Gastro­en­te­ro­logen) durch­ge­führt werden kann.

Wird der Verdacht auf einen Tumor im Magen-/Darm­trakt geäußert, so wird eine Gewebe­probe an einen Patho­logen geschickt, der die Diagnose mittels Mikroskop und diversen anderen Unter­su­chungen erhärten oder gegen andere Krank­heiten abgrenzen kann. Wenn sich der Verdacht auf eine bösartige Erkrankung im Magen-Darmtrakt bestätigt, ist häufig eine weiter­füh­rende Ausbrei­tungs­dia­gnostik notwendig. Hierbei spielen der Ultra­schall (auch die Endoso­no­graphie und kontrast­ver­stärkte Sonographie) und moderne radio­lo­gische Schnitt­bild­ver­fahren (Compu­ter­to­mo­graphie und Kernspin­to­mo­graphie) eine wichtige Rolle. Diese Unter­su­chungen werden in der Regel ambulant durch­ge­führt. Bei komplexen Frage­stel­lungen ist aber durchaus ein kurzer statio­närer Aufenthalt möglich.

Operative Therapien

Eine Vielzahl von bösar­tigen Erkran­kungen des Magen-Darmtrakts müssen trotz der modernen Vorsorge und endosko­pi­scher Thera­pie­op­tionen dennoch operiert werden. Die chirur­gische Tumor­re­sektion spielt hierbei weiterhin eine heraus­ra­gende Rolle. So können auch fortge­schrittene Tumor­stadien mit einzelnen Streu­herden, z.B. in die Leber, nicht selten mit dem Ansatz einer Heilung operiert werden.
Auf den Stationen erfolgt dann vor und nach der Operation die indivi­duelle Betreuung durch quali­fi­ziertes Pflegepersonal.

Chemo­the­rapie und Bestrahlung

Für manche Tumor­stadien konnte gezeigt werden, dass durch eine medika­mentöse Therapie, die sogenannte Chemo­the­rapie, je nach Lokali­sation des Tumors auch in Verbindung mit einer Bestrahlung, die Heilungs­chancen deutlich verbessert werden können. Für die Durch­führung der Behandlung besteht eine enge Koope­ration mit der Onkolo­gi­schen Schwer­punkt­praxis Hanau (Dres. med. Florian Fauth, Yvonne Luft, Heribert Geis) und dem Institut für Radio­on­ko­logie und Strah­len­the­rapie am Klinikum Hanau (Direktor Prof. Dr. med. Dietmar Zierhut).

Wenn die Tumor­aus­breitung bereits mehrere Organe betroffen hat, kann auch eine alleinige Chemo­the­rapie sinnvoll sein.

Tumor­kon­ferenz

Jeder Patient mit einer Krebs­er­krankung wird in einer wöchentlich statt­fin­denden inter­dis­zi­pli­nären Tumor­kon­ferenz vorge­stellt, an der u.a. die Onkolo­gische Schwer­punkt­praxis Hanau, die Beleg­ab­teilung Hämatologie/Onkologie und Pallia­tiv­me­dizin am St. Vinzenz-Krankenhaus Hanau, das MVZ für Patho­logie Frankfurt am Main Optipath, das Institut für Radio­on­ko­logie und Strah­len­the­rapie (Prof. Dr. med. D. Zierhut) und das Institut für Diagnos­tische und Inter­ven­tio­nelle Radio­logie am Klinikum Hanau (Chefarzt Prof. Dr. C. Bangard) teilnehmen.

Auch steht die wöchent­liche Tumor­kon­ferenz für alle inter­es­sierten Fach- und Hausärzte offen. In den Tumor­kon­fe­renzen werden alle wichtigen Befunde direkt demons­triert und disku­tiert. Für jeden Patienten kann ein entspre­chend indivi­du­elles Thera­pie­konzept festgelegt werden. Bei geeig­neten Patienten wird die Teilnahme an großen, in mehreren Zentren gleich­zeitig durch­ge­führten Thera­pie­studien angeboten, bei denen aussichts­reiche neue Thera­pie­kon­zepte einge­setzt werden.

Beglei­tende Behandlungsmaßnahmen

Gemäß dem Leitbild des hl. Vinzenz von Paul steht bei uns der gesamte Mensch im Mittel­punkt unserer Bemühungen. Entspre­chend gehört auch ein großes Angebot an psycho­lo­gi­scher und seelsor­ge­ri­scher Unter­stützung zu unserem umfas­senden Therapiekonzept.

Ein wesent­licher Bestandteil einer umfang­reichen Behandlung liegt in einer konse­quenten Nachsorge. Nicht selten sind auch weiter­füh­rende Therapien, z.B. eine Chemo­the­rapie, für eine erfolg­reiche Erstbe­handlung notwendig. Bei der Nachsorge steht unseren Patien­tinnen und Patienten ein indivi­duell abgestimmtes Betreu­ungs­konzept zur Seite, bestehend aus Ärzten, Pflege­per­sonal, Ernäh­rungs­the­ra­peuten, Physio­the­ra­peuten, Stroma­the­ra­peuten und Sozial­dienst­mit­ar­beiter zur Verfügung.

Patienten mit dem Verdacht auf eine Tumor­er­krankung oder einer manifesten Tumor­er­krankung, die sich wegen einer spezi­fi­schen Behandlung an uns wenden, können sich gerne im Sekre­tariat der Abteilung für Allgemein‑, Viszeral- und Minimal-invasive Chirurgie anmelden.

Es folgt eine Sichtung der Befunde, Prüfung der Behand­lungs­option sowie Beratung und die anschlie­ßende Erstellung eines Diagnose- und Thera­pie­plans in unserem Tumor­board. Gegebe­nen­falls erfolgt die Koordi­nation an eine spezia­li­sierte Abteilung im St. Vinzenz-Krankenhaus oder an koope­ra­tiven Zentren.

Mit ca. zehn Millionen Betrof­fenen in Deutschland gehört die gastro­öso­pha­geale Reflu­x­er­krankung (GERD) zu den Zivili­sa­ti­ons­er­kran­kungen unserer Zeit. Mindestens 20 Prozent der Deutschen leiden mindestens einmal pro Woche unter Sodbrennen, 5 % haben sogar tägliche Refluxbeschwerden.

Die Ursache für Reflux­be­schwerden ist ein gestei­gerter Rückfluss von Magen­säure in die Speise­röhre. Dieser resul­tiert in der Regel durch eine gestörte Reflux­bar­riere am Übergang zwischen Speise­röhre und Magen. Die Gründe hierfür sind vielfältig.

Die Symptome und die Beschwerden der Erkrankung können neben dem Reflux (saures Aufstoßen) und Sodbrennen unspe­zi­fisch sein. So sind Schluck­be­schwerden, vermehrte Schleim­bildung, Entzün­dungen in der Speise­röhre nicht selten Folge einer GERD. Im schlimmsten Fall kann sogar Speise­röh­ren­krebs entstehen. Häufig geht die Erkrankung mit einer stark einge­schränkten Lebens­qua­lität einher.

Zur Klärung der Diagnose ist eine umfas­sende Diagnostik erfor­derlich. Neben der ausführ­lichen Anamnese (Krank­heits­ge­schichte) in der auch die Ernäh­rungs­ge­wohn­heiten und andere Erkran­kungen erfragt werden, gehört die Magen­spie­gelung (Gastro­skopie) zum Standard. Durch einen spezi­ellen Frage­bogen (GerdQ) kann die Symptom­be­lastung für den einzelnen Patienten einge­schätzt werden. Zur weiteren Diffe­ren­zierung kann ggf. eine sogenannte pH-Metrie zur Säure­messung oder eine Manometrie zur Druck­messung in der Speise­röhre notwendig sein.

Die Reflux­krankheit wird in erster Linie medika­mentös behandelt. Ca. 30% der Patienten sprechen jedoch nicht auf diese Thera­pieform an, sodass mitunter alter­native oder sogar operative Verfah­rens­weisen in Frage kommen können. Hierfür wurde eine spezielle Reflux-Sprech­stunde in der Klinik für Allgemein‑, Viszeral- und Minimal-invasive Chirurgie einge­richtet. Gängige Opera­ti­ons­me­thoden sind dabei die Versorgung der Zwerch­fell­lücke (Hiato­plastik) in Verbindung mit einer Manschette (Fundo­pli­katio). Weitere operative Möglich­keiten ist die Einengung des gastro-ösopha­gealen Übergangs durch einen Ring.

Am Reflux-Zentrum Hanau am St. Vinzenz-Krankenhaus steht die häufig komplexe Behandlung der GERD im Mittel­punkt der Diagnostik und Therapie.

Im Reflux-Zentrum Hanau sind unsere hochqua­li­fi­zierten Inter­nisten (Gastro­en­te­ro­logen, Pulmo­no­logen und Kardio­logen) sowie Visze­ral­chir­urgen darum bemüht, neben der Diagno­se­stellung die richtige Thera­pie­maß­nahme für Sie zu finden. Bei Bedarf steht auch eine profes­sio­nelle Ernäh­rungs­be­ratung zur Verfügung.

Das Leistungs­spektrum unseres Reflux-Zentrums umfasst:

  • Ösophagus Manometrie (HRM)
  • 24-Stunden-pH-Metrie und Impedanzmessung
  • Ösoph­ago­gas­tro­duo­den­o­skopie (‚Magen­spieglung’)
  • Indika­ti­onsprech­stunde

Reflux-Sprech­stunde am St. Vinzenz-Krankenhaus in Hanau:

immer dienstags und donnerstags zwischen 13:00 und 15:00 Uhr nach telefo­ni­scher Vereinbarung

Erkran­kungen der Schilddrüse

Die Schild­drüse (Glandula Thyroidea) ist eine der wichtigsten Drüsen unseres Körpers, da ihre Hormone viele Stoff­wech­sel­vor­gänge des Körpers regeln. Ihre beiden Lappen können sowohl durch einzelne knotige als auch durch generelle Verän­de­rungen des gesamten Drüsen­ge­webes befallen werden. Somit ist eines der häufigsten endokrinen Erkran­kungen, die durch eine Operation zu behandeln sind,
die Knoten­bildung in einem der beiden Schild­drü­sen­lappen und seltener gutar­tiger Verän­de­rungen in einer der Neben­schild­drüsen. Auch eine starke Vergrö­ßerung der Schild­drüse mit mecha­ni­schen Problemen oder funktio­nellen Störungen, wie z.B. der Autonomie (unkon­trol­lierte Hormon­bildung) oder eine Autoim­mun­erkrankung (z.B. der Morbus Basedow) können eine Operation notwendig
machen.

Bösartige Erkran­kungen der Schild­drüse sind selten, bedürfen aber einer beson­deren Behand­lungs­stra­tegie, gelegentlich ist die zusätz­liche Entfernung von regio­nalen Lymph­knoten erforderlich.

Diagnostik und operative Therapie von Schilddrüsenerkrankungen

Vor der Operation ist eine sorgfältige Diagnostik notwendig, um Ursachen und Ausmaß der Erkrankung feststellen zu können. Zur Festlegung eines indivi­du­ellen Behand­lungs­kon­zeptes ist die Zusam­men­arbeit mit behan­delnden Inter­nisten bzw. Nukle­ar­me­di­zinern erfor­derlich. So bieten wir im Rahmen der Koope­ration mit der Nukle­ar­me­di­zi­ni­schen Praxis Hanau regel­mäßig inter­dis­zi­plinäre Sprech­stunden an.

In der Regel sind zu diesem Zeitpunkt die wesent­lichen Unter­su­chungen für eine Operation bereits erfolgt und wir können die geplante Operation in einem chirur­gi­schen Aufklä­rungs­ge­spräch im Detail erläutern.

Zur Beurteilung der Stimm­band­ner­ven­funktion ist vor jeder Operation an der Schild­drüse und den Neben­schild­drü­sen­kör­perchen eine HNO-ärztliche Unter­su­chung erforderlich.

Die Operation selber erfolgt durch ein spezia­li­siertes Team mit standar­di­sierten techni­schen Hilfs­mitteln wie z.B. Vergrö­ße­rungs­brillen, einem intra­ope­ra­tiven routi­ne­mä­ßigen Einsatz eines Neuro­mo­ni­to­rings, bei dem die Funktion der Stimm­band­nerven im Verlauf der Operation überwacht und am Ende dokumen­tiert werden. Falls notwendig, ist jederzeit auch eine feinge­web­liche Unter­su­chung noch während der Operation (sogenannte Schnell­schnitt­un­ter­su­chungen) möglich, um das Ausmaß der Operation indivi­duell intra­ope­rativ festlegen zu können.

Nachsorge nach einer Operation an der Schilddrüse

Der stationäre Aufenthalt dauert in der Regel nicht länger als zwei Tage. Nach jeder Operation ist bis zum Vorliegen des feinge­web­lichen Unter­su­chungs­er­geb­nisses die evtl. vorhandene Schild­drü­sen­me­di­kation zu pausieren. Auch die weitere Behandlung erfolgt in der Regel in enger Zusam­men­arbeit mit der nukle­ar­me­di­zi­ni­schen Praxis.

Um ein sehr gutes kosme­ti­sches Ergebnis zu erreichen, wird die Wunde durch schonendes Nahtma­terial oder Wundbe­hand­lungs­tech­niken versorgt. Somit entfällt häufig das postope­rative Entfernen der Fäden und es entstehen selten körper­liche Einschrän­kungen, so dass jeder Patient zeitnah wieder alle Aktivi­täten des täglichen Lebens ausüben kann.

Ärztliches Team

Dr. med. Lars Brinkmann

Dr. med. Lars Brinkmann

Chefarzt

Facharzt für Chirurgie, Facharzt für Viszeralchirurgie

Dr. medic. Anca Loredana Delast

Ltd. Oberärztin

Fachärztin für Viszeralchirurgie

Dr. med. Markus Sütterlin

Oberarzt

Facharzt für Chirurgie, Facharzt für Visze­ral­chir­urgie, Proktologie

Cristian Jumatate

Oberarzt

Facharzt für ChirurgieFacharzt für Viszeralchirurgie

Dounia Katbach

Assis­tenz­ärztin

Ärztin

Kerstin Aurelia Lang

Assis­tenz­ärztin

Ärztin

Mohamed Najjar

Assis­tenzarzt

Facharzt für Chirurgie

Mohammed Moghalles

Assis­tenzarzt

Arzt

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