Allgemein‑, Visze­ral­chir­urgie, minimal-invasive Chirurgie

Herzlich Willkommen!

In der Abteilung für Allgemein‑, Viszeral- und Minimal-invasive Chirurgie werden Opera­tionen bei Erkran­kungen des Abdomens, des Bauch­raumes, der Bauchwand (außer Bauch­spei­chel­drü­sen­ope­ra­tionen) und der hormon­pro­du­zie­renden Organe durchgeführt:
  • Bauch­wand­brüche (Hernien): Narben­bruch, Leisten­bruch, Bauch­wand­bruch, Nabel­bruch, Zwerch­fell­bruch
    Zerti­fi­ziertes Hernien-Kompetenzzentrum
  • Magen: Diver­tikel, Krebs­er­krankung, gastro­öso­pha­geale Reflux­krankheit, Magen­ver­klei­nerung bei Adipositas
  • Dünndarm: entzünd­liche Darmer­kran­kungen ( z.B. Morbus Crohn, )
  • Dickdarm und Mastdarm (Enddarm): Krebs­er­krankung, Diver­tikel-Krankheit, gutartige Erkran­kungen, Mastdarmvorfall
  • Blinddarm: Appendizitis
  • Enddarm (Prokto­logie): Hämor­rhoiden, Analfistel, perianaler Abszess
  • Leber: Leber­me­t­a­stasen, gut-und bösartige Lebertumore
  • Schild­drüse / Neben­schild­drüse: Krebs­er­krankung, gutartige Knoten, Schild­drü­sen­ver­grö­ßerung , M. Basedow, Nebenschilddrüsenüberfunktion
  • Gallen­blasen- und Gallen­wegs­er­krankung: Gallensteinleiden
  • Adipo­sitas-Opera­tionen: Schlauch­magen-Operation, Magenbypass-Operation

Die Opera­tionen erfolgen – wenn möglich – schwer­punkt­mäßig als minimal-invasive Eingriffe, per Schlüs­sel­loch­technik (laparo­sko­pisch) bzw. in Schlüs­selloch-Chirurgie. Der Einsatz modernster Opera­ti­ons­tech­niken hat zumeist den Vorteil, dass sie weniger belastend sind und den Patienten schonen, sodass ein schnel­lerer Genesungs­prozess gefördert wird als konven­tionell offene Eingriffe.

Die Behandlung unserer Patienten erfolgt stets unter enger Betei­ligung aller Fachab­tei­lungen und Schwer­punkte des Kranken­hauses: Innere Medizin, Gastro­en­te­ro­logie, Hepato­logie, Gynäko­logie, Radio­logie, Geriatrie sowie unter Einbe­ziehung weiterer Partner von Thera­peuten, Ernäh­rungs­experten oder gegebe­nen­falls Psycho-Onkologen als sinnvolle Ergänzung zur medika­men­tösen und opera­tiven Behandlung einer Erkrankung.

Die chirur­gische Infor­mation und Beratung (CIB) ist erste Anlauf­stelle für ein persön­liches Gespräch mit unseren Spezia­listen sowie zentrale Koordi­na­tions- und Termin­ver­ga­be­stelle für planbare stationäre Behand­lungen, Opera­tionen und elektive ambulante Eingriffe, um indivi­duell für den Patienten das beste Behand­lungs­konzept zur Versorgung einer Krankheit nach der Diagnostik zu finden.

Für akute Notfälle steht unsere zentrale Notauf­nahme für hilfe­su­chende Patien­tinnen und Patienten rund um die Uhr zur Verfügung.

Mit herzlichen Grüßen
Ihr Team der Allgemein, Viszeral- und Minimal-invasiven Chirurgie

Chirur­gische Infor­mation und Beratung

Für weitere Auskünfte und Infor­ma­tionen stehen wir Ihnen gerne nach telefo­ni­scher Termin­ver­ein­barung unter Tel. (06 61) 15 – 23 21 zur Verfügung bei Fragen betreffend:
  • Hernien
  • Schild­drü­sen­er­kran­kungen
  • Auskünfte für Berufstätige
  • Prokto­logie
  • Kolon-/Rektum-/Tumor­er­kran­kungen
  • Magen­chir­urgie inklusive Reflux­krank­heiten, Magen­ver­klei­ne­rungen bei Adipositas
Montag: 12:00 – 13:00 Uhr
Dienstag: 12:00 – 13:00 & 15:30 – 16:30 Uhr
Mittwoch: 12:00 – 14:00 Uhr
Donnerstag: 08:30 ‑10:00 Uhr
Freitag: 10:00 – 11:30 Uhr

Behand­lungs­schwer­punkte

Die Behand­lungen umfassen schwerpunktmäßig:
  • gut- und bösartige Erkran­kungen des Magens, des Darms, des Enddarms (chirur­gische Onkologie)
  • Reflux­krank­heiten des Magens bei Zwerchfellbruch
  • Gallen­stein­er­krankung
  • Bauch­de­cken­brüche (Hernien): Leisten‑, Narben- und Nabelbrüche
  • Schild­drü­sen­er­kran­kungen
  • Erkran­kungen des Darmaus­ganges (Prokto­logie)
  • operative Behandlung des krank­haften Überge­wichtes (Adipo­sitas)

Leistungs­spektrum

„Adipo­sitas“ – Ein sehr sperriges Wort. Es beschreibt eine Ernäh­rungs- und Stoff­wech­sel­krankheit mit starkem Überge­wicht, die gesund­heits­schäd­liche Auswir­kungen auf den Rest des Körpers hat. Fettlei­bigkeit führt zur Einschränkung der körper­lichen Beweg­lichkeit, der Belast­barkeit und damit der Lebens­qua­lität. Außerdem kann sich Überge­wicht zulasten der Gesundheit auswirken mit Folge­er­kran­kungen wie Diabetes mellitus, Bluthoch­druck, Gelenk­be­schwerden, Reflux-Beschwerden als auch Fettstoffwechselerkrankungen.

Für eine umfas­sende, effektive Therapie dieses multi­fak­to­ri­ellen Erkran­kungs­kom­plexes bedarf es darum tradi­tionell einer inter­nis­ti­schen Behandlung durch Experten in inter­dis­zi­pli­närem Austausch. Zunehmend tritt die Chirurgie bei der Klärung der medizi­nisch gebotenen Therapie der krank­haften (morbiden) Adipo­sitas und ihrer assozi­ierten Erkran­kungen wie dem Diabetes mellitus Typ 2 in den Vordergrund.

Das Leistungs­spektrum der Abteilung für Allgemein- und Visze­ral­chir­urgie ist um das Leistungs­spektrum der Adipo­sitas-Therapie bei krank­haftem Überge­wicht erweitert worden. Neben den Möglich­keiten der konser­va­tiven Adipostas-Therapie, z. B.

  • Ernäh­rungs­be­ratung
  • Ernäh­rungs­um­stellung
  • Unter­stützung der Verhaltenstherapie

können verschiedene operative Adipo­sitas-Therapie-Möglich­keiten, z. B.

  • Schlauch­magen oder
  • Magen­bypass
  • und Folge­ope­ra­tionen z.B. Abdomi­nelle Fettschürze, Revisionsoperationen

zur Anwendung kommen.

Der Dickdarm bildet mit dem Mastdarm den abschlie­ßenden Abschnitt des Verdau­ungs­traktes, in dem funktionell keine Nährstoffe mehr aufge­nommen werden, sondern nur noch Flüssigkeit entzogen wird. Die letzten 16 cm werden als Enddarm (Mastdarm) bezeichnet.

Die Erkran­kungen des Dickdarms und Mastdarms können in gutartige und bösartige („Krebs­er­krankung“) unter­teilt werden.
Zu den gutar­tigen Erkran­kungen zählen insbe­sondere entzünd­liche Krank­heits­bilder wie

  • Blind­darm­ent­zündung (Appen­di­zitis)
  • Diver­ti­ku­litis (Diver­ti­kel­krankheit)
  • Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa
  • Polypen des Dick- und Mastdarms.

Die inter­dis­zi­plinäre Zusam­men­arbeit mit den inter­nis­ti­schen Kollegen (Gastro­en­te­ro­logen) ist wichtige Grundlage einer sinnvollen Diagnostik und Therapie. Gerade bei der Diver­ti­kel­krankheit, dem Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa ist gemeinsam indivi­duell für jeden Patient zu entscheiden ob, wie und wie lange konser­vativ behandelt werden soll oder ob die Operation angezeigt ist. Die gutar­tigen Polypen sind meist durch die Gastro­en­te­ro­logen bei einer Koloskopie entfernbar. Die Appen­di­zitis ist operativ (minimal-invasiv) zu behandeln. Sind bei den genannten Krank­heits­bildern Opera­tionen erfor­derlich, so können diese in der Regel minimal invasiv angegangen werden.

Die Krebs­er­krankung der Dickdarms und Mastdarms bedarf der Behandlung eines inter­dis­zi­pli­nären Teams bestehend aus

  • Inter­nisten und Gastroenterologen
  • Chirurgen und Viszeralchirurgen
  • Onkologen
  • Strah­len­the­ra­peuten
  • Patho­logen
  • Radio­logen

Nach Diagno­se­stellung wird jeder Karzi­nom­pa­tient im Rahmen einer inter­dis­zi­pli­nären Konferenz (Tumor­board) im Herz-Jesu-Krankenhaus besprochen (koope­rie­rendes Zentrum des Osthes­si­schen Zentrums Onkologie (OZO)) und ein indivi­du­elles Konzept festgelegt. Grundlage für die Entschei­dungs­findung sind die geltenden Leitlinien zur jewei­ligen Erkrankung. Die erfor­der­lichen Opera­tionen und gegebe­nen­falls Chemo­the­rapien erfolgen nach einge­henden Infor­ma­tions- und Aufklä­rungs­ge­sprächen im Herz-Jesu-Krankenhaus. Wenn vertretbar werden auch die Krebs­ope­ra­tionen minimal-invasiv durchgeführt.

In der Abteilung für Allgemein-und Visze­ral­chir­urgie, minimal invasive Chirurgie werden leitli­ni­en­gemäß alle Krebs­er­kran­kungen des Bauch­raumes operativ versorgt. Schwer­punkte bilden dabei die Krebs­er­kran­kungen des Magens, des Dick- und Mastdarmes sowie die chirur­gische Entfernung von Leber­me­t­a­stasen. Ebenfalls kommen bei der chirur­gi­schen Behandlung von Tumor­er­kran­kungen am Herz-Jesu-Krankenhaus, soweit sinnvoll und möglich, moderne, d.h. minimal-invasive Techniken zum Einsatz. Dieses Verfahren trägt unter anderem dazu bei, die Belas­tungen eines Kranken­haus­auf­ent­haltes für die Patienten so gering wie möglich zu halten.

Die Gallen­flüs­sigkeit wird in der Leber produ­ziert, dem größten Stoff­wech­sel­organ in unserem Körper. Sie wird über den Haupt­gal­lengang in den Dünndarm geleitet. In ihr sind vor allem Substanzen enthalten, die in der Leber im Rahmen des Hormon­abbaus entstehen bzw. Substanzen, die für die Fettver­dauung von Bedeutung sind. Die Gallen­blase ist seitlich am Haupt­gal­lengang angeschlossen.

Bei der häufigsten Erkrankung der Gallenwege, dem Gallen­stein­leiden, entstehen durch Ablage­rungen in der Gallen­blase Steine. Ursächlich ist ein Ungleich­ge­wicht in der Zusam­men­setzung der Gallen­flüs­sigkeit. Gallen­steine können in der Gallen­blase dann Entzün­dungen oder Koliken hervor­rufen. Auch können die Steine in den Haupt­gal­lengang gelangen und einen Gallestau („Gelbsucht“) oder sogar eine Bauch­spei­chel­drü­sen­ent­zündung hervorrufen.

Bei dem sympto­ma­ti­schen Gallen­stein­leiden besteht die Indikation zur Entfernung der Gallen­blase, als Ort der Stein­ent­stehung. Da die Gallen­blase für die Funktion ohne Bedeutung ist und der Galle­fluss über den Gallengang weiterhin gewähr­leistet ist, sind nach Gallen­bla­sen­ent­fernung keine Verän­de­rungen der Lebens- oder Ernäh­rungs­ge­wohn­heiten erfor­derlich. Die Gallen­bla­sen­ent­fernung erfolgt in aller Regel laparo­sko­pisch („Schlüs­sel­loch­technik“).

In der Abteilung Allgemein- und Visze­ral­chir­urgie des Herz-Jesu-Kranken­hauses werden jährlich über 800 Hernien (Leisten‑, Schenkel‑, Narben‑, Nabel- und Zwerch­fell­brüche) operiert. Die operative Versorgung erfolgt bevorzugt in Schlüs­sel­loch­technik, also minimal-invasiv. Ist diese nicht angezeigt, erfolgt die offene Herni­en­ope­ration entweder mit Nahttech­niken oder unter Einsatz von spezi­ellen Herniennetzen.

Die Vorbe­reitung der Eingriffe erfolgt ambulant, sodass die Aufnahme erst am Opera­ti­onstag selbst statt­findet. Die Entlassung ist bei statio­nären Opera­tionen in der Regel bereits am 1.–3. Tag möglich. Auf Wunsch des Patienten können Herni­en­ope­ra­tionen gegebe­nen­falls auch nach Rücksprache und indivi­du­eller Einschätzung mit dem behan­delnden Arzt ambulant durch­ge­führt werden.

Mit einer sehr gute Ergeb­nis­qua­lität bei Hernien-Opera­tionen wurde die Fachab­teilung der Allgemein‑, Viszeral- und minimal-invasiven Chirurgie erfolg­reich auditiert, sodass das Herz-Jesu-Krankenhaus Fulda als „Kompe­tenz­zentrum für Herni­en­chir­urgie“ von der Deutschen Gesell­schaft für Allgemein- und Visze­ral­chir­urgie (DGAV) sowie der Chirur­gi­schen Arbeits­ge­mein­schaft Hernien (CAH) besiegelt wurde.

Die Prokto­logie befasst sich mit Erkran­kungen im Bereich des Schließ­muskels. Oft stellen sich die Betrof­fenen mit heftigen Schmerzen im Analbe­reich, Hautjucken oder Schließ­mus­kel­funk­ti­ons­stö­rungen vor.

Eine Vielzahl verschie­dener Krank­heits­bilder kann dafür verant­wortlich sein, wie z.B.

  • Hämor­rhoiden
  • peripr­ok­ti­tische Abszesse
  • Analfis­suren
  • Analfisteln
  • Sinus piloni­dalis
  • und vieles mehr…

Zunächst ist die Inspektion der Region durch einen Spezia­listen angezeigt. Befund­ab­hängig können weitere Unter­su­chungen sich anschließen wie eine Prokto­skopie oder Rekto­skopie. Bei zu starken Schmerzen kann auch die Unter­su­chung in einer Kurznarkose sinnvoll sein. In beson­deren Situa­tionen werden zusätz­liche Röntgen­auf­nahmen mit einer Compu­ter­to­mo­grafie oder Kernspin­to­mo­grafie zu ergänzen sein.

Viele Menschen leiden heutzutage an einem Brennen in der Speise­röhre, oft einher­gehend mit Magen­schmerzen, einem Druck­gefühl im Oberbauch oder Übelkeit. Ursache ist nicht selten ein sogenannter Reflux (Rückfluss) von Magen­säure in die Speiseröhre.

Der Magen benötigt zur optimalen Verdauung der Nahrung unter anderem Salzsäure. Fließen Teile der Magen­säure aller­dings wieder zurück in die Speise­röhre kann sie hinter dem Brustbein bis in den Hals-Rachen­be­reich ein unange­nehmes Brennen verur­sachen. Das sogenannte Sodbrennen ist oft führendes Symptom der Reflux-Krankheit, wobei dem Rückfluss zwar eine gutartige Funkti­ons­störung im Übergangs­be­reich von der Speise­röhre in den Magen zugrunde liegt, aber dieser oft multi­fak­to­riell bedingt ist.

Zwei wichtige Faktoren gewähr­leisten in der Regel, dass kein wesent­licher Rückfluss von Magen­säure in die Speise­röhre auftritt:

  • Zum einen sind die Speise­röhre und der Magen durch einen ventil­ar­tigen Schließ­muskel getrennt, der Speisebrei sowie Flüssigkeit in den Magen passieren lässt, für einen Rückfluss jedoch eine Barriere darstellen soll.
  • Zum anderen bietet das Zwerchfell, welches als flacher kuppel­för­miger Muskel den Brustraum vom Bauchraum trennt, eine nur kleine Lücke für den Speise­röh­ren­durch­tritt. Ist diese Lücke aller­dings zu weit, kann sich der Magen etwas in den Brustraum verlagern (Zwerch­fell­bruch). Hierdurch ist die physio­lo­gische normale Rückfluss­bar­riere gestört und es kann zum Rückfluss von Magen­säure oder auch Nahrungs­be­stand­teilen kommen.

Die Mehrheit der Reflux-Patienten spricht gut auf medika­mentöse Behand­lungen mit verschie­denen Magen­säu­re­blo­ckern an. Ebenso können auch verschiedene Thera­pie­maß­nahmen beim Lebensstil in Form von Gewichts­re­duktion oder dem Meiden bestimmter Nahrungs- und Genuss­mittel ganz entschei­denden positiven Einfluss nehmen.

Die Basis­dia­gnostik umfasst in der Regel zusätzlich zur ausführ­lichen Bespre­chung der Beschwer­de­sym­pto­matik eine Magen­spie­gelung. In manchen Fällen sind zur weiteren Klärung sowie Diagno­se­si­cherung weiter­füh­rende Unter­su­chungen sinnvoll beispiels­weise eine Säure­messung in der Speise­röhre (pH-Metrie) und eine Druck­messung in der Speise­röhre (Manometrie).

In ausge­wählten Fällen kann im Anschluss, nach Ausschöpfung konser­va­tiver Behand­lungs­maß­nahmen, eine Operation angezeigt sein. Die operative Behandlung wird zumeist minimal-invasiv durch eine Bauch­spiegel-OP (Laparo­skopie) durch­ge­führt, sie zielt auf die Wieder­her­stellung der normalen Anatomie am Zwerchfell und dem Speise­röhren-Magen-Übergang ab.

Operative Behand­lungs­me­thoden: Fundo­p­li­catio

Bei der Operation wird zunächst der Magen nach Mobili­sation in die Bauch­höhle zurück­ver­lagert, danach wird mit Nähten die Einengung der erwei­terten Zwerch­fel­l­öffnung vorge­nommen. Abschließend erfolgt eine lockere Kragen­bildung um den Schließ­mus­kel­be­reich herum.

Die Abteilung für Allgemein- und Visze­ral­chir­urgie führt die klassische minimal-invasive Fundo­p­li­catio als Operation routi­ne­mäßig durch. Ob überhaupt eine Operation angezeigt ist und, welche Technik gegebe­nen­falls in Frage kommt, sollte anhand der vorlie­genden Befunde indivi­duell besprochen werden.

Sind ergän­zende Unter­su­chungen, wie z.B. eine pH-Metrie oder Manometrie nötig, werden diese in enger Koope­ration mit unseren Kollegen der Allge­meinen Inneren Medizin und Gastro­en­te­ro­logie unter Leitung von Prof. Dr. med. Bernd Kronen­berger in unserer Klinik durch­ge­führt sowie ein gemein­sames Behand­lungs­konzept entwickelt.

Das Reflu­x­zentrum bietet zweimal wöchentlich Auskünfte und Infor­ma­tionen an. Im Rahmen einer inter­dis­zi­pli­nären Konferenz der Fachab­tei­lungen Visze­ral­chir­urgie und Gastro­en­te­ro­logie wird die gegebe­nen­falls erfor­der­liche Diagnostik besprochen und bewertet, um die richtige indivi­duelle Thera­pie­maß­nahme zu finden.

Die Schild­drüse ist zwar im Verhältnis zu anderen Organen unseres Körpers mit einem Volumen von circa 20 bis 25 ml relativ klein, spielt aber als hormon­pro­du­zie­rende Drüse eine große Rolle für den Energie­stoff­wechsel und den Gesamtorganismus.

Die Hormone sind Boten­stoffe, die an verschie­denen Organen im Körper Wirkungen auslösen. Der Einfluss der Schild­drü­sen­hormone reicht vom Knochen­stoff­wechsel über psychische Reaktionen, der Verdauung bis hin zur Körper­tem­pe­ratur und Herzfre­quenz. Über- oder Unter­funk­tionen der Schild­drüse können daher folgen­reiche Konse­quenzen haben und sollten nicht leicht­fertig abgetan werden. Oftmals sind Symptome am Herz-Kreis­lauf­system, Magen-Darm-Trakt, psychische Beschwerden wie physische Befind­lich­keits­stö­rungen häufig zuerst unspe­zi­fisch und bedürfen daher weitrei­chend diagnos­ti­scher Sicherung.

Unabhängig von Funkti­ons­stö­rungen kann die schmet­ter­lings­förmige Schild­drüse durch morpho­lo­gische Verän­de­rungen auffällig sein, also durch Vergrö­ßerung oder Knoten­bildung. Rund 25% bis 30% der Erwach­senen in Deutschland sind von einer solchen Schild­drü­sen­ver­än­derung betroffen. Der Befund bösar­tiger Schild­drü­sen­ver­än­de­rungen ist mit 2% bis 5% aller Knoten erfreu­li­cher­weise selten, wird aber oft letztlich erst als Zufalls­er­gebnis nach einer Operation in der feinge­web­lichen Unter­su­chung entdeckt.

Der klinische Unter­su­chungs-Tast-Befund, Ultra­schall der Schild­drüse und Labor­analyse der Schild­drüsen-Hormone haben sich als Basis­dia­gnostik zur Beurteilung der Schild­drüse etabliert. Ergänzend ist oft eine Schild­drüsen-Szinti­grafie erfor­derlich, die ein nukle­ar­me­di­zin­sches Verfahren darstellt. Je nach Situation sind ebenso spezielle weiter­füh­rende Unter­su­chungen wie die MIBI-Szinti­graphie, Elasto­graphie oder Feinna­del­punk­tionen angezeigt. Auf dieser Grundlage kann über das weitere diagnos­tische und thera­peu­tische Vorgehen detail­liert und indivi­duell entschieden werden.

  • Die Unter­funktion (ohne Schild­drüsen-Knoten oder Vergrö­ßerung) wird in der Regel medika­mentös mit Iod oder Schild­drüsen-Hormon-Tabletten wie beispiels­weise L‑Thyroxin behandelt.
  • Bei der Überfunktion müssen anknüp­fende Unter­su­chungen erfolgen und entspre­chend die Therapie ausge­richtet werden. Häufigste Ursachen der Überfunktion sind aktive (warme) Knoten, eine diffuse Überak­ti­vität der Schild­drü­sen­zellen, ein Morbus Basedow (Autoim­mun­thy­reo­pathie), aber auch eine zu hochdo­sierte Schilddrüsen-Hormoneinnahme.
  • Bei den morpho­lo­gi­schen Verän­de­rungen der Schild­drüse kann unter Umständen eine Operation notwendig sein.

Haupt­in­di­kation für eine Operation ist

  1. eine nachge­wiesene oder verdäch­tigte Bösartigkeit,
  2. mecha­nische Behin­de­rungen wie Luftnot, Engegefühl, Schluckbeschwerden,
  3. spezielle Überfunk­ti­ons­er­kran­kungen, wenn eine Radio­jod­the­rapie nicht in Frage kommt.

Die Zahl der Opera­tionen ist im letzten Jahrzehnt stetig rückläufig, letztlich auch aufgrund exakterer Diagnostik-Möglich­keiten. Derzeit werden jährlich in Deutschland ca. 75.000 Schild­drü­sen­ope­ra­tionen durch­ge­führt. Das Opera­ti­ons­ausmaß richtet sich nach dem morpho­lo­gi­schen Befund, wobei nach den aktuellen Leitlinien die Indikation seiten­ge­trennt erfolgen sollte. Nach einer Schilddrüsen-(Teil-)Entfernung ist es abhängig vom Ausmaß des entfernten Schild­drü­sen­ge­webes, ob eine Medikation mit Schild­drü­sen­hor­monen erfor­derlich ist.

Eine symptom­freie Schild­drüse mit Knoten ohne Bösar­tig­keits­ver­dacht stellt in der Regel keine Behand­lungs­not­wen­digkeit dar. Im Falle des Nicht-Operierens, sollte jedoch die regel­mäßige beobach­tende Verlaufs­kon­trolle mindestens einmal im Jahr erfolgen.

  • Herr Ibrahim Chbib (Facharzt für Viszeralchirurgie)
  • Herr Mohamed A. Khalil
  • Frau Dr. med. Julia Maria Kim
  • Herr Dr. med. Frank Vasters (Facharzt für Visze­ral­chir­urgie, Facharzt für Urologie)
  • volle Facharzt­aus­bildung für Allge­mein­chir­urgie (72 Monate) gemeinsam mit der Abteilung für Ortho­pädie, Unfall­chir­urgie und Sport­me­dizin
    (24 Monate Common Trunk Chirurgie + 48 Monate Allgemeinchirurgie)
  • volle Facharzt­aus­bildung für Allge­meine Visze­ral­chir­urgie (72 Monate) (24 Monate Common Trunk Chirurgie + 48 Monate Viszeralchirurgie)
  • Weiter­bil­dungs­be­fugnis für Spezielle Viszeralchirurgie
  • Zusätzlich können 12 Monate aus der Facharzt­aus­bildung zum allge­meinen Visze­ral­chir­urgen anerkannt werden.

Ärztliches Team

Dr. Andreas Grimme

Dr. Andreas Grimme

Oberarzt

Facharzt für Chirurgie
Facharzt für spezielle Visze­ral­chir­urgie
Minimal-invasiver Chirurg
Ernäh­rungs­me­di­ziner
Proktologe

Christian Ueberholz

Christian Ueberholz

Oberarzt

Facharzt für Allge­mein­chir­urgie
Minimal-invasiver Chirurg
Proktologe

Dr. med. Ioan-Marian Dugalia

Dr. med. Ioan-Marian Dugalia

Oberarzt

Facharzt für Chirurgie

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