Alters­trau­ma­to­logie (ATZ)

Zerti­fi­ziertes Alters­trau­ma­to­lo­gi­sches Zentrum DGU® der Fachab­tei­lungen Geriatrie & Unfall- und Gelenkchirurgie

Was ist ein Alters­trau­ma­to­lo­gi­sches Zentrum (ATZ)?

Ältere Patienten, die einen Unfall erlitten haben (zum Beispiel einen Sturz) oder  aus anderem Grund unfall-/gelenk­chir­ur­gisch versorgt, werden in unserem Alters­trau­ma­to­lo­gi­schen Zentrum durch ein inter­dis­zi­pli­näres Team unter ärztlicher Leitung von Spezia­listen der Unfall/-Gelenk­chir­urgie und Geriatrie gemeinsam betreut. Hierfür wurde ein eigen­stän­diger Stati­ons­be­reich geschaffen. Hier können die Patienten von der statio­nären Aufnahme an bis zur geria­tri­schen Rehabi­li­tation verbleiben, ohne innerhalb des Hauses verlegt werden zu müssen.  Beide Abtei­lungen arbeiten für eine bestmög­liche Versorgung der Alters­pa­ti­enten Hand in Hand.

Das Leitungsteam – wir kümmern uns gemeinsam um Ihre Gesundheit

von links nach rechts:
Liaoudine Diallo, Oberarzt Geriatrie, Zentrums­koodi­nator ATZ
Dr. med. Teresa Senger, Chefärztin Geriatrie
Mahmut Yaşar, Oberarzt Unfall- und Gelenk­chir­urgie, Zentrums­ko­or­di­nator ATZ
Dr. med. Wolfgang Ditzen, Chefarzt Unfall- und Gelenkchirurgie

Warum ist die Alters­trau­ma­to­logie so wichtig?

Die Behandlung älterer Menschen nach einem Unfall ist sehr komplex. Es ist nicht ausrei­chend, sich auf die Behandlung des Knochen­bruchs und dessen Versorgung zu fokus­sieren – erfor­derlich ist eine multi­pro­fes­sio­nelle und umfas­sende Behandlung.

Was umfasst die Alters­trau­ma­to­logie ganz konkret?

  • Gemeinsame Behand­lungs­einheit (Vermeidung von Orts-und Personalwechsel)
  • Gemeinsame Visiten der Geriatrie und Unfall­chir­urgie
  • Alters­ad­ap­tierte (schonende) OP Konzepte und Implantate und gute verträg­liche Narkoseformen
  • Alters­ad­ap­tierte zügige Mobili­sation, spätestens am 1. Post OP Tag
  • Alters­ad­ap­tierte indivi­duelle Schmerzkonzepte
  • Prophylaxe und Therapie periope­ra­tiver Verwirrt­heits­zu­stände, Abklärung einer Demenz falls erforderlich
  • Abklärung der Sturz­ur­sache (Kontrolle des Herz-Kreis­lauf­systems, Überprüfung der Hausme­di­kation, Labor­che­mische Kontrollen…), Anleitung Sturzprophylaxe
  • Indivi­duelle Physio‑, Ergothe­rapie, physi­ka­lische Maßnahmen (Wärme, kinesiol. Tapen, Magnet­feld­be­handlung, Akkupunktur…), Logopädie, Psychologie
  • Standar­di­sierte Erfassung des Ernäh­rungs­zu­standes und bei Bedarf Beratung durch unsere Ökotrophologin
  • Erfassung des Osteo­po­ro­se­ri­sikos, ggf. Einleitung einer entspre­chenden Therapie und Beratungs­an­gebot durch unsere Endokrinologin
  • Von Beginn an Beratung der Patienten und ihrer Angehö­rigen durch unseren Sozial­dienst (Pflege­grad­antrag, Kurzzeit­pflege,
    Hilfsmittelbedarf/beschaffung)

Ziele der Alterstraumatologie:

  • Wieder­erlangen und Erhalt der Mobilität (Beweg­lichkeit) und Autonomie (Selbst­stän­digkeit) – vergleichbar mit dem Niveau, bevor sich der Unfall ereignete
  • Optimierte Hilfs­mit­tel­ver­sorgung
  • Beratung der Angehörigen
  • Klärung und Einleitung der weiteren ambulanten Versorgung

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