Leitbild & Geschichte

Das christ­liche Menschenbild ist Grundlage unseres Handelns.  Auf diesem Fundament wollen wir

  • den Menschen in den Mittel­punkt unseres Handelns stellen
  • uns um das Besondere, um das christ­liche, um das quali­tative Mehr sorgen
  • uns als Fürsprecher der Menschen verstehen, die sich uns anvertrauen
  • einander in gegen­sei­tiger Achtung und Wertschätzung begegnen
  • den Menschen in seiner Ganzheit­lichkeit fördern
  • motiviert, engagiert und fachlich fundiert arbeiten
  • fachüber­grei­fende Team- und Zusam­men­arbeit fördern
  • Ausbildung ermög­lichen und Fort- und Weiter­bildung unterstützen
  • Konflikte sachlich und offen bearbeiten
  • ökono­misch und ökolo­gisch verant­wortlich handeln
  • die Öffent­lichkeit über unser Tun infor­mieren und offen sein gegenüber allen, die sich für uns interessieren
  • unsere Arbeit als Prozess erleben, der Entwicklung und Wachstum einschließt

Unser Leitbild beschreibt die Grund­hal­tungen, Ziele und Visionen. Es ist Richt­schnur und Grundlage für die Tätigkeit aller Mitar­bei­te­rinnen und Mitarbeiter.

Das überge­ordnete Leitbild für die Einrich­tungen der Barmher­zigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul ist überschrieben mit dem Leitwort „Liebe sei Tat“. Es legt fest, dass Basis für unser Handeln die „Grund­ordnung des kirch­lichen Dienstes“ und das sich daraus ergebende Handeln nach unserem Leitbild ist. Verant­wortlich für Inhalt und Umsetzung ist der Generalrat des Hauses der Barmher­zigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul in Fulda.

Das Leitbild wurde im Rahmen eines Projektes im Jahr 2000 aufgebaut, 2001 verab­schiedet und 2001 bis 2003 allen Mitar­bei­te­rinnen und Mitar­beitern vermittelt und in allen Einrich­tungen der Barmher­zigen Schwestern umgesetzt. Die Mitar­bei­te­rinnen und Mitar­beiter waren an der Erstellung und Umsetzung hierarchie- und berufs­grup­pen­über­greifend beteiligt.
Im Juli 2007 wurde das Leitbild überar­beitet und die überar­beitete Version vom Generalrat der Barmher­zigen Schwestern verabschiedet.

Die Geschichte des Herz-Jesu-Kranken­hauses Fulda

  • Seit über 100 Jahren gehört das Haus mit dem charak­te­ris­ti­schen Türmchen unterhalb des Frauen­berges zum Fuldaer Stadtbild.
  • Am 17. Oktober 1912 als Behin­der­tenheim feierlich eröffnet, betreut das Herz-Jesu-Krankenhaus seit über 100 Jahren Patienten aus Stadt und Land Fulda.
  • Die Barmher­zigen Brüder aus Montabaur gründeten das Herz-Jesu-Heim, das körper­be­hin­derten jungen Männern Unter­kunft und Ausbildung bot.
  • In der Zeit des Ersten Weltkrieges wurden auch Kriegs­ver­letzte aufge­nommen und behandelt.

Die Entwicklung des Herz-Jesu-Kranken­hauses Fulda

  • 1915 gab es die erste Erwei­terung durch den Anbau eines Werkstätten-Gebäudes. Dort arbei­teten bis zu 150 körper­be­hin­derte Pfleg­linge in den verschie­densten handwerk­lichen Berufen.
  • 1920 wurden die letzten Soldaten entlassen; danach fanden Lungen­kranke hier Erholung.
  • 1932 wurde das Heim zum Krankenhaus für Männer umfunk­tio­niert. Nach der Macht­über­nahme der Natio­nal­so­zia­listen wurden die Barmher­zigen Brüder aus Fulda und somit auch aus dem Herz-Jesu-Heim verwiesen.
  • 1937 wurde die Einrichtung von den Barmher­zigen Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul übernommen und geleitet.
  • 1938 wurde auf Befehl des Gauleiters Kurhessen sämtlichen Ärzten verboten, Patienten in das Herz-Jesu-Krankenhaus einzu­weisen. Schließlich wurde es für 380.000 Mark an die Stadt Fulda verkauft und unter dem Namen Günter-Groenhoff-Krankenhaus weitergeführt.

In den 50er Jahren

  • 1953 wurde das Haus an die Barmher­zigen Brüder zurück­ge­geben und dann an den Kreis Fulda verkauft.
  • Die Barmher­zigen Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul übernahmen im gleichen Jahr wieder die Leitung des Hauses. Wegen der damaligen Bettennot unter­stützte das Land Hessen einen Ausbau, sodass bald 200 Betten im neuen Herz-Jesu-Krankenhaus zur Verfügung standen.

1999 Die Gründung der St. Vinzenz Krankenhaus gGmbH, Fulda

  • Vor 1999 führte und verwaltete das Haus der Barmher­zigen Schwer­stern vom hl. Vinzenz von Paul in Fulda – KdöR – alle Einrich­tungen (Kranken­häuser, Alten- und Pflege­heime uvm.) in eigener Hand.
  • Das Haus der Barmher­zigen Schwer­stern vom hl. Vinzenz von Paul in Fulda – KdöR – gründete dann 1999 als allei­niger Gesell­schafter die St. Vinzenz Krankenhaus gGmbH Fulda und übergibt die Träger­schaft ihrer vier Kranken­häuser in die neue gemein­nützige Gesell­schaft mit beschränkter Haftung (gGmbH):
    • Herz-Jesu-Krankenhaus Fulda
    • St. Vinzenz-Krankenhaus Hanau
    • Marien­kran­kenhaus Kassel
    • St. Elisabeth-Krankenhaus Volkmarsen
  • Die übrigen Einrich­tungen wie Alten- und Pflege­heime sowie Kinder­gärten verblieben vorerst in direkter Träger­schaft des Mutterhauses.

Von 2000 bis heute: Neubauten und stetige Weiterentwicklung

  • Von 2001 bis 2005 wurde mit Förder­mitteln des Landes Hessen und des Landkreises Fulda ein großzügig gestal­teter Neubau errichtet, der im Mai 2005 bezogen werden konnte.
    Nach ständiger Expansion und Moder­ni­sierung hat sich das Herz-Jesu-Krankenhaus mit seinen mehreren hundert Betten und Plätzen sowie circa 1.000 Mitar­bei­te­rinnen und Mitar­beitern und rund 40.000 Patienten, die jährlich ambulant und stationär behandelt werden, zu einem modernen und leistungs­fä­higen Krankenhaus der Grund- und Regel­ver­sorgung entwickelt.

2018 / 2019: Gründung der Vinzenz-von-Paul Stiftung Die Vinzenz Gruppe Fulda

  • Die Gründung der Vinzenz-von-Paul-Stiftung in 2018 war ein weiterer zukunfts­wei­sender Schritt für die Barmher­zigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul. Damit stärkt der Orden die Unter­nehmen der Vinzenz Gruppe Fulda, zu denen neben den vier Kranken­häusern auch zahlreiche Pflege­ein­rich­tungen, Kinder­ta­ges­stätten und Hospize gehören.
  • Anfang 2019 wurden die Kranken­häuser in die neu gegründete Vinzenz-von-Paul-Stiftung übertragen, die mit der St. Vinzenz gGmbH, Fulda mit Sitz in der Kanal­straße als Holding der Unter­neh­mens­gruppe fungiert.
  • Im Juli 2019 gingen dann ebenfalls die Pflege­ein­rich­tungen und Kitas im Rahmen eines Betriebs­über­gangs in die St. Vinzenz Soziale Werke gGmbH über und wurden so Teil der Vinzenz Gruppe Fulda.

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